21.03.10

Weg mit dem Speck!

 

Speck macht unbeweglich – nicht nur der am Körper. Businesscoaching zum Abnehmen am Arbeitsplatz.

Das erste schöne Frühlingswochenende in Wien – und ich habe Fieber. Wahrscheinlich wars doch noch zu kalt für die kurzen Hosen beim Laufen. Das kommt von der Jagd nach der Frühlingsfigur. Also gut, dann nutze ich die Zeit eben anders und specke mal meinen Arbeitsplatz ab.  

Denn da hat sich auf meinem Schreibtisch einiges an Zettelwerk aufgetürmt. Notizen, was ich noch tun wollte, Seminarmitschriften, Werbegutscheine, Flyer die ich als Inspiration aufheben wollte, Zeitungsartikel die ich noch kommentieren wollte.

Auf meinem Laptop finde ich auch erstaunliche Dinge: allem voran Uralt-Mails mit praktisch demselben Inhalt wie er auch in Papier auf meinem Schreibtisch liegt. Aber auch Werbetexte aus meiner Gründerzeit, fertige Seminardesigns an die ich mich nicht mal mehr erinnern kann, begonnene Konzepte die nie umgesetzt wurden.  

Auch auf meinem Handy finden sich einige Dinge zum Ausmisten: Telefonnummern von ehemaligen Firmenkontakten, die längst nicht mehr an dieser Stelle sitzen. Von Bekannten mit denen ich seit mehr als 1 Jahr keinen Kontakt mehr hatte. Geburtstagserinnerungen von Menschen, die nicht mehr da sind.

Schon interessant, was sich da so findet. Manches berührend, anderes erstaunlich und ermutigend, anderes vielleicht auch frustrierend. Ich wollte doch soviel tun, wenn ich mir diesen Berg hier ansehe. Aber war ich da auch ehrlich mit mir?

  • Werde ich zB wirklich jemals wieder die fremden Flyer betrachten? Wenn ich ein neues Konzept umsetze, habe ich normalerweise automatisch gleich eine Vorstellung davon, wie das aussehen und auch klingen könnte.
  • Ich habe noch nie einen Blog auf Basis eines Zeitungsartikels geschrieben (oder zählt dieser Aufhänger hier jetzt?) Ich hebe sie eigentlich nur als Backup auf, falls mir mal nichts zu bloggen einfallen sollte (ja, das ist wirklich sehr wahrscheinlich *g).
  • Dinge, die mich wirklich ansprechen wecken den Wunsch in mir, sofort etwas zu tun und selbst wenn es nicht gleich geht, merke ich mir das tagelang ohne Erinnerung etc. Wenn ich es mir aufschreiben muss – ist es mir dann überhaupt wichtig genug es jemals umzusetzen?
  • Ehemalige Kunden, zu denen ich seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, sind de facto tote Adressen. Wieso habe ich ausgerechnet zu diesen Kunden keinen Kontakt mehr? Vielleicht weil ich mich damals schon nicht wohl gefühlt habe und die Kunden auch gar nicht mehr zu mir passen?
  • Das gilt auch für Kontaktdaten zu Bekannten. Ein Jahr lang kein Kontakt mehr, keine Email, kein sms, kein Anruf. Jedes Mal drüberscrollen im Handy bewirkt den Gedanken "na heute nicht." Dieses "heute" dauert jetzt aber schon länger... 

 

Insgesamt habe ich gemerkt: wenn nicht spätestens jetzt beim Drüberstolpern der brennende Wunsch entsteht, diese Notiz gleich umzusetzen, das Prospekt gleich zu entwickeln, diesen Menschen jetzt anzurufen und zu fragen wie es ihm oder ihr geht – einmal tief durchatmen – und weg damit! Ab ins Altpapier mit den Notizen, weg mit den alten Emails, raus mit den alten Telefonnummern.

Ich kann nur eins versprechen: man fühlt sich danach viel leichter ;-))

 


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